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Zeitung Universität Osnabrück

Ausgabe Nr. 95/6 vom 1. Dezember 1995 (Forschung, Lehre, Studium, S. 4)

Graduiertenkolleg: Wirkungsvolles Instrument der Nachwuchsförderung

Viertes DFG-Kolleg hat seine Arbeit an der Universität aufgenommen

(red.) "Die Lebens- und Konkurrenzfähigkeit einer Universität ist ganz entscheidend bestimmt von der Intensität und Qualität ihrer Nachwuchsförderung. Deshalb ist die Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das nunmehr vierte Graduiertenkolleg für zwölf hochqualifizierte Hochschulabsolventen an der Universität Osnabrück einzurichten, von außerordentlicher Bedeutung für die Hochschule." Das erklärte der Osnabrücker Uni-Präsident Prof. Dr. Rainer Künzel Anfang November zur offiziellen Eröffnung des Graduiertenkollegs "Migration im modernen Europa", das am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück angesiedelt ist. Prof. Künzel betonte in diesem Zusammenhang: "Die von der Forschungsgemeinschaft vor fünf Jahren eingerichteten Graduiertenkollegs haben sich mittlerweile zu einem wirkungsvollen Instrument der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses entwickelt."
In dem neuen Kolleg werden die zwölf Stipendiaten in einem fächerübergreifenden Forschungszusammenhang an ihrer Dissertation arbeiten. Dabei wird es unter anderem um die Einbürgerung von Arbeitsmigranten, die soziale Sicherheit von Wanderarbeitnehmern in der Europäischen Union (EU) oder Fragestellungen im Zusammenhang mit Migration und Bürokratie gehen.
Der Sprecher des neuen Graduiertenkollegs, der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Eberhard Eichenhofer, sagte bei der Eröffnungsveranstaltung in der Aula des Osnabrücker Schlosses: "Die eigene Rolle erkennen und ihre Folgen auf sich nehmen - dies könnte das Leitmotiv für unser Kolleg werden. Diesen Anforderungen können wir jedoch aus eigener Kraft nur unvollkommen genügen. Dafür benötigen wir dringend fremder Hilfe. Von großer, ja unermeßlicher Bedeutung sind dabei Menschen, die das Schicksal eines Migranten erfahren und erlitten haben."


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