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Zeitung Universität Osnabrück

Ausgabe Nr. 96/3 vom 1. Juni 1996 (Tagungen/Termine, S. 8)

Tagung an der Uni: Bundesjustizminister hält Eröffnungsvortrag zum Umweltrecht

Osnabrücker Gespräche in diesem Jahr zum Thema "Deregulierung"

(red.) Der Bundesminister der Justiz, Prof. Dr. Edzard Schmidt-Jortzig, wird am Mittwoch, 19. Juni 1996, die "Osnabrücker Gespräche zum deutschen und europäischen Umweltrecht" eröffnen, zu denen das Institut für Europarecht der Universität Osnabrück zum nunmehr vierten Mal einlädt. Zum Auftakt der dreitägigen Veranstaltung spricht der Minister über die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren und knüpft damit an das zentrale Thema der wissenschaftlichen Tagung an, die sich in diesem Jahr mit den Möglichkeiten der Deregulierung im Umweltrecht befaßt.

Prof. Dr. Hans-Werner Rengeling, Leiter der Veranstaltung und Direktor des Instituts für Europarecht: "Eine Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsverfahren wird schon seit längerem diskutiert. Dabei geht es keineswegs um den Abbau von Anforderungen des Umweltschutzes, sondern vielmehr um eine Straffung der rechtlichen Vorschriften, die es erlauben würde, Vorhaben schneller und effektiver zu realisieren." Bisher hätten die gesetzlichen Grundlagen in vielen Fällen eher eine kontraproduktive Wirkung, weil sie umständlich und zeitraubend seien. Im Rahmen der Tagung sollen nun Vorlagen für Gesetzesänderungen sowie Vorschläge von Expertengruppen auf nationaler und auf europäischer Ebene diskutiert werden. Unter anderem wird es um die Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes und des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sowie um Rechtsgrundlagen und Instrumente des Umweltschutzes in der Europäischen Union gehen.
Als weitere Referenten konnten der Vorsitzende der im Auftrag der Europäischen Kommission arbeitenden "Gruppe Unabhängiger Experten für die Vereinfachung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften", Dr. Bernhard Molitor, sowie Vertreter von Ministerien, Behörden und Wirtschaftsunternehmen gewonnen werden.


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