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Zeitung Universität Osnabrück

Ausgabe Nr. 96/3 vom 1. Juni 1996 (Forschung, Lehre, Studium, S. 4)

"Im Westen nichts Neues": Handschrift als Dauerleihgabe im Remarque-Archiv

Manuskript wird im Juni in der Stadtsparkasse der Öffentlichkeit gezeigt

(red.) Das Originalmanuskript des weltweit gelesenen Romans "Im Westen nichts Neues", den der in Osnabrück geborene Autor Erich Maria Remarque (1898 - 1970) verfaßt hat, ist jetzt für die Geburtsstadt des Schriftstellers erworben worden: Die Niedersächsische Sparkassenstiftung hat die Handschrift mit Unterstützung der Stadtsparkasse Osnabrück, des Bundesministeriums des Innern und des Landes Niedersachsen im Dezember 1995 beim britischen Auktionshaus Sotheby's für umgerechnet rund 620.000 DM ersteigert und dem Erich Maria Remarque-Archiv, einer gemeinsamen Einrichtung von Stadt und Universität Osnabrück, im April dieses Jahres als Dauerleihgabe überlassen.
"Im Westen nichts Neues" gilt als berühmtestes Anti-Kriegsbuch des 20. Jahrhunderts. Der 1928/29 veröffentlichte Roman wurde in 50 Sprachen übersetzt, verfilmt und erzielte vermutlich eine Auflage von 15 bis 20 Millionen Exemplaren. Die Originalhandschrift, die rund 120 mit Bleistift beschriebene Seiten umfaßt, galt lange als verschollen. Erst 1993 war der Text, der vermutlich aus dem Nachlaß von Remarques erster Ehefrau Ilse Jutta Zambona stammt, durch einen in Mexiko lebenden Exildeutschen zum Verkauf angeboten worden.
Teile der Handschrift werden in Kürze öffentlich ausgestellt: Sie sind vom 6. bis 14. Juni 1996 in der Schalterhalle der Stadtsparkasse Osnabrück, Wittekindstraße 2 - 4, zu sehen.


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