Ausgabe Nr. 96/4 vom 10. Juli 1996 (Forschung, Lehre,
Studium, S. 5)
(red.) Das Konzil der Universität Osnabrück hat in seiner Sitzung am 19. Juni 1996 den Physiker Prof. Dr. Gunnar Borstel mit großer Mehrheit zum Vizepräsidenten der Universität gewählt. Prof. Borstel wird damit Nachfolger von Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schwanitz, der seit 1994 dieses Amt inne hat. Der Wissenschaftler übernimmt seine Aufgaben in der Hochschulleitung zum Wintersemester 1996/97 für eine Zeit von zwei Jahren und steht damit Prof. Dr. György Széll (Sozialwissenschaften) zur Seite, der bereits vor einem Jahr zum Vizepräsidenten der Universität Osnabrück gewählt worden war.
Der 1946 in Hildesheim geborene Gunnar Borstel studierte
Physik an der Universität Münster, an der er 1974
auch promovierte und anschließend als wissenschaftlicher
Mitarbeiter tätig war. Im Januar 1977 wechselte der
Wissenschaftler an die Universität Osnabrück und
legte dort im Februar 1980 seine Habilitation vor. Seit Oktober
1982 ist Dr. Borstel Professor für Theoretische Physik an
der Osnabrücker Hochschule. Im Rahmen seiner
Forschungstätigkeit arbeitet Prof. Borstel auch im
Osnabrücker Sonderforschungsbereich "Oxidische Kristalle
für elektro- und magnetooptische Anwendungen" mit.
Außerdem ist er Sprecher des Graduiertenkollegs
"Mikrostruktur oxidischer Kristalle". Seit 1982 hat der
Physiker zahlreiche Forschungsprojekte initiiert, die unter
anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
finanziert wurden.
In der akademischen Selbstverwaltung hat sich Prof. Borstel als
Mitglied des Senats und des Konzils sowie des Fachbereichsrats
Physik und der Studienkommission Physik engagiert.