Ausgabe Nr. 96/4 vom 10. Juli 1996 (Hochschulpolitik, S.
2)
(red.) "In diesen lausigen Zeiten ein neues Universitätsgebäude einweihen zu können, noch dazu ein Gästehaus, also keinen Notbau, grenzt an ein Wunder. Aber wie das bei Wundern so ist - auch dieses dauerte ein bißchen länger." Fast fünf Jahre zogen sich die Planung und der Umbau der denkmalgeschützten Villa an der Lürmannstraße 33 hin, bis jetzt das neue Gästehaus im Rahmen einer kleiner Feier eingeweiht werden konnte. Prof. Künzel: "Damit kann endlich auch die Universität Osnabrück ihren Gastwissenschaftlern eine angemessene Unterkunft bieten. Bisher mußten wir unsere Gäste provisorisch an wechselnden Orten unterbringen, wobei die Universitätsgesellschaft immer wieder erhebliche finanzielle Unterstützung geleistet hat."
Die 1911 errichtete Villa bietet auf einer Nutzfläche
von 600 Quadratmetern zehn Apartments unterschiedlicher
Größe mit insgesamt 26 Betten. Knapp vier Millionen
DM haben Kauf, Sanierung, Umbau und Einrichtung gekostet.
Realisiert wurde das Projekt mit Hilfe zahlreicher Spenden: So
stellte die Stadt Haus und Grundstück zu einem Preis von
1,75 Millionen DM zur Verfügung und steuerte gleichzeitg
1,4 Millionen DM als einmalige Zuwendung bei.
Die Telekom stiftete eine Telefonanlage, und rund 600.000 DM
brachten die Uni-Angehörigen, verschiedene Unternehmen der
Region, der Wirtschaftsverband, die Karmann-Stiftung und die
Piepenbrock Industrie KG auf. Prof. Künzel: "Allen
Förderern gilt der besondere Dank der Universität,
allen voran der Universitätsgesellschaft und ihrem
Kuratorium, die die Spendenaktion engagiert vorangetrieben
haben."
Das neue Gästehaus, das auch Konferenz- und
Tagungsräume umfaßt und zugleich als
Begegnungszentrum dienen soll, wird nach einem Beschluß
des Senats den Namen des Gründungsrektors und
langjährigen Präsidenten, Prof. Dr. Manfred
Horstmann, tragen. Das Studentenwerk Osnabrück wird das
Haus künftig verwalten.