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Zeitung Universität Osnabrück

Ausgabe Nr. 96/6 vom 10. Dezember 1996 (Uni intern, S. 9)

Betriebsarzt in der Universität will ein Ansprechpartner für alle sein

Dr. Christian Laude: "Vertrauen ist eine wesentliche Voraussetzung"

(red.) In der Telefonzentrale und im Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Osnabrück ist sein Gesicht bereits bekannt: Dr. Christian Laude, Facharzt für Arbeitsmedizin, hat hier mit seiner Tätigkeit als neuer Betriebsarzt der Hochschule begonnen. Arbeitsplatzbegehungen, bei denen insbesondere Fragen der Ergonomie und möglicher Gefahrstoffe im Mittelpunkt stehen, sind aber nur ein Teilbereich seiner Aufgaben an der Hochschule. Es geht darum, vermeidbare Belastungen und Beanspruchungen der Uni-Mitarbeiter durch ihren oder an ihrem Arbeitsplatz aufzuspüren und abzubauen. Darüber hinaus soll generell das Gesundheitsbewußtsein an der Hochschule gefördert werden.

Seit dem 1. Juli dieses Jahres wird die Universität durch das Betriebsarztzentrum Osnabrück e. V. betreut. Ein finanzieller Kraftakt, wie Uni-Kanzler Christoph Ehrenberg betont, denn für jeden einzelnen Mitarbeiter muß ein nicht unerheblicher Mitgliedsbeitrag bezahlt werden. "Insbesondere die stark angewachsene Zahl von Bildschirmarbeitsplätzen und die strengen Auflagen im Gefahrstoffebereich waren jedoch gute Gründe dafür, die bereits seit Jahren bestehenden Verbindungen zum Betriebsarztzentrum zu verstärken. Arbeitssicherheit ist ohne Unterstützung durch die Arbeitsmedizin heute nicht mehr denkbar," so der Sicherheitsingenieur Franz Röttger.

Die Bildschirmmitarbeiter liegen Dr. Laude dann auch besonders am Herzen. Kontinuierliche Betreuung - von der Arbeitsplatzbesichtigung und Beratung bis hin zur Vorsorgeuntersuchung - zählt er zu seinen Aufgaben. Belastungen des Stütz- und Bewegungsapparates und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung sind weitere Schwerpunkte. Bei der Überprüfung von Gefahrstoffen und Emissionen steht er neben Sicherheitsingenieur Röttger den Betroffenen und Verantwortlichen für die medizinischen Aspekte zur Verfügung. Eine weitere Perspektive ist die innerbetriebliche Fortbildung vor allem im Bereich der Vorbeugung und Gesundheitsvorsorge.

"Mein Ziel ist es", so der 39jährige Betriebsarzt Dr. Christian Laude, Vater von zwei Kindern und aktiver Sportler, "ein echter Ansprechpartner für die Uni-Mitarbeiter zu werden. Vertrauen ist da eine wesentliche Voraussetzung", meint Dr. Laude und verweist auf seine ärztliche Schweigepflicht. Als Betriebsarzt ist er zudem in der Universität niemandem gegenüber weisungsgebunden. Alle zwei Wochen wird Dr. Laude in der Universität sein. Eine regelmäßige Sprechstunde ist geplant. Jederzeit, das ist dem Betriebsarzt wichtig, ist er jedoch über das Betriebsarztzentrum telefonisch unter der Nummer (0541) 46081 oder 46082 zu erreichen. Rückruf garantiert!


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