Ausgabe Nr. 97/1 vom 10. Februar 1997 (Internationales, S. 10)
Zusammenarbeit
angestrebt
Universität Osnabrück und Havanna unterzeichneten
Absichtserklärung
(red.) Die Universität Osnabrück und die Universität Havanna (Kuba) haben im Dezember vergangenen Jahres eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der eine Kooperation zunächst auf dem Gebiet der Gesundheitswissenschaften angestrebt wird. So will die Medizinische Fakultät der kubanischen Hochschule mit dem Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie in der Osnabrücker Arbeitsgruppe Gesundheitswissenschaften zusammenarbeiten. Möglicherweise könne ein gemeinsames wissenschaftliches Projekt mit Unterstützung der Europäischen Union initiiert werde, so die Einschätzung des Osnabrücker Gesundheitswissenschaftlers Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schwanitz, der Kuba Ende November/Anfang Dezember besucht hat.
Bereits im August 1996 war der Berater des kubanischen Gesundheitsministers, Enrique Comendeiro Hernández, zu Gast in Osnabrück, um Kontakte zu knüpfen. Bei seinem Gegenbesuch in Kuba traf Prof. Schwanitz, der von seiner Mitarbeiterin Dr. Martina Nöhle begleitet wurde, erneut mit ihm zusammen. An weiteren Gesprächen waren neben der Medizinischen Fakultät der Universität Havanna unter anderem auch Vertreter der Medizinischen Akademie in Havanna beteiligt. Außerdem besuchte der Osnabrücker Wissenschaftler verschiedene Kliniken, um sich Einblick in die medizinische Versorgung des Landes zu verschaffen. Auf dem Gebiet der Dermatologie habe die Diagnostik in Kuba durchaus internationalen Standard. Allerdings sei die Laborausrüstung "jämmerlich" und die Versorgung mit modernen Medikamenten nicht gewährleistet, betonte Prof. Schwanitz.
Vorgesehen ist, eine künftige Kooperation auch auf andere Disziplinen auszudehnen.