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Zeitung Universität Osnabrück

Ausgabe Nr. 97/1 vom 10. Februar 1997 (Forschung, Lehre, Studium, S. 4)

Deutliche Sitzverschiebungen im Senat der Uni
RCDS/Unabhängige und Heger-Tor-Wall-Liste bilden STuPA-Mehrheit -
Neue Listen bei der Wahl erfolgreich

(red.) Deutliche Sitzverschiebungen im Senat und eine klare Mehrheit für RCDS/Unabhängige und die Heger-Tor-Wall-Liste im Studentenparlament - das sind die wesentlichen Ergebnisse der diesjährigen Wahlen zu den Kollegialorganen der Universität Osnabrück, die Ende Januar stattgefunden haben. Gewählt wurden neben den Senatsvertretern auch die neuen Mitglieder des Konzils und der Fachbereichsräte.

Der Senat - wichtigstes Entscheidungsgremium der Hochschule - setzt sich aus 13 Vertretern aller "Statusgruppen" zusammen, wobei die Gruppe der Professoren mit sieben Senatsmitgliedern vertreten ist. Wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern, Mitarbeitern im technischen und Verwaltungsdienst (MTV) und Studierenden stehen jeweils zwei Sitze zu.

In die Professoren-Gruppe wurden Prof. Dr. Michael Braulke (Wirtschaftswissenschaften), Prof. Dr. Claus Rainer Rollinger (Sprach- und Literaturwissenschaft), Prof. Dr. Karlheinz Altendorf (Biologie/Chemie), Prof. Dr. Heinz-Wilhelm Trapp (Mathematik/Informatik) und Prof. Dr. Peter Machemer (Psychologie) von der Mittleren Liste gewählt, die zuvor vier Senatsmitglieder gestellt hatte. Von der Liste Kooperation (zuvor drei, jetzt zwei Sitze) ziehen Prof. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg (Erziehungs- und Kulturwissenschaften) und Prof. Dr. Wolfgang Asholt (Sprach- und Literaturwissenschaft) in den Senat ein.

Die Gruppe der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter wird zum einen durch Dr. Wolfgang Spickermann (Kultur- und Geowissenschaften) von der Liste Mittelbau vertreten. Zuvor hatte diese Liste beide Senatsmitglieder ihrer "Statusgruppe" gestellt, einen Sitz mußte sie nun an die neue Liste Reform für Forschung und Lehre abtreten. Gewählt wurde hier Ekkehard Neuhaus (Biologie/Chemie). Für den MTV-Bereich kandidierten erneut zwei Listen, wobei die seit 1995 bestehende Unabhängige Liste jetzt mit der neuen Liste Universität 2000 kooperiert. Diese "Gemeinschaftsliste" stellt mit Barbara Schluck (Akademisches Auslandsamt) ihren Senatsvertreter. Außerdem wurde Wolfgang Streffer (Personalrat) von der Gewerkschaftsliste ÖTV/GEW gewählt.

Die studentischen Vertreter im Senat sind Dirk Eichler (Wirtschaftswissenschaften) und Robert Bondzio (Rechtswissenschaften) für RCDS und Unabhängige sowie die Heger-Tor-Wall-Liste, die eine gemeinsame Senatsliste gebildet haben. 1996 hatte die Liste Regenbogen noch einen der beiden Senatssitze inne gehabt.

Auch im Studentenparlament (StuPa) kann die bisherige AStA-Koalition von RCDS/Unabhängige (zuvor neun, jetzt zwölf Sitze) und Heger-Tor-Wall-Liste (12/14) Stimmengewinne verbuchen: Sie verfügen nun über 26 der 45 StuPa-Sitze. Stimmen verloren haben die Gemeinsame Fachschaftenliste (10/9), die Kleinen Strolche (4/3), die Grün Alternative Liste (3/1) und die Liberale Hochschulgruppe (1/kein Sitz mehr). Ihre Stellung behaupten konnten die Liste Forsche Frauen (3/3), die Juso-Hochschulgruppe (2/2) und das Linke Bündnis (1/1). Das StuPa wählt demnächst die Referenten im neuen Allgemeinen Studentinnen- und Studentenausschuß.

Im Konzil, das unter anderem über die Wahl der Vizepräsidenten und des Präsidenten entscheidet und den Rechenschaftsbericht des Präsidenten entgegennimmt, hat sich folgende Sitzverteilung ergeben: 30 Sitze Mittlere Liste, 16 Sitze Liste Kooperation (Professoren), acht Sitze Liste Reform für Forschung und Lehre, sieben Sitze Liste Mittelbau (wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter), acht Sitze Liste ÖTV/GEW, sieben Sitze Universität 2000/Unabhängige (MTV), sechs Sitze Heger-Tor-Wall Liste, vier Sitze RCDS/Unabhängige, vier Sitze Liste Regenbogen, ein Sitz Grün Alternative Liste/Juso-Hochschulgruppe (Studierende).

Insgesamt ist die Wahlbeteiligung gestiegen, in den einzelnen "Statusgruppen" fiel sie jedoch sehr unterschiedlich aus: Während 92 Prozent der Professoren an den Senats- und Konzilswahlen teilnahmen, waren es bei den wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern 62 bzw. 61 Prozent und im MTV-Bereich 66 Prozent. Die Wahlbeteiligung bei den Studierenden lag dagegen bei 17 Prozent; immerhin 25 Prozent beteiligten sich an der Wahl zum Studentenparlament.


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