Ausgabe Nr. 97/2 vom 15. April 1997 (Hochschulpolitik, S. 1)
(red.) Mit Sorge betrachten Vertreter amerikanischer Spitzenuniversitäten die aktuelle Entwicklung des deutschen Hochschulsystems. Kürzungen in der Finanzierung, starre Strukturen und eine unzureichende Differenzierung könnten zu einem Qualitätsverlust führen, der auf Jahrzehnte nicht mehr rückgängig zu machen sei. Das erklärte der Präsident der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Rainer Künzel.
Als Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gehörte er zu den Referenten einer deutsch-amerikanischen Konferenz zum Thema "Universitäten im Übergang", die Ende März an der University of California in Berkeley (USA) stattgefunden hat. In Amerika betrachte man die Entwicklung vor allem deshalb mit Sorge, weil die Bundesrepublik als Kernland in Europa gelte und damit einer der wichtigsten Kooperationspartner der USA auf dem alten Kontinent sei, so Prof. Künzel weiter. Der Osnabrücker Uni-Präsident hatte in zwei Referaten die Probleme des deutschen Hochschulsystems vorgestellt und den Forschungsauftrag der Hochschulen erläutert. Zu den Veranstaltern der Tagung gehörten auf deutscher Seite neben der HRK die Bertelsmann-Stiftung und das Centrum für Hochschulentwicklung.
Die beiden Vortragstexte von Prof. Künzel sind in deutscher oder englischer Sprache in der Pressestelle der Universität Osnabrück, Neuer Graben/Schloß, 49069 Osnabrück, Tel. (0541) 969-4114, erhältlich.
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