Ausgabe Nr. 97/3 vom 10. Juni 1997 (Tagungen/Termine, S. 13)
(red.) "Technische Normen gewinnen im deutschen und im europäischen Rechtsraum zunehmend an Bedeutung. Auswirkungen haben sie dabei insbesondere auf den Bereich des Umweltschutzes, und zwar durchaus in wirtschaftlicher Hinsicht", sagt der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Dr. Hans-Werner Rengeling und verweist in diesem Zusammenhang auf eine der zentralen Fragen in der aktuellen Debatte: "Wie lassen sich Standards in diesem Bereich halten, ohne daß immer neue Vorschriften zu einem Berg an Bürokratisierung führen und alle Bemühungen um einen ,schlanken Staat' unterlaufen?"
Antworten auf diese Frage sollen die fünften Osnabrücker Gespräche zum deutschen und europäischen Umweltrecht bringen, die am 12. und 13. Juni 1997 am Institut für Europarecht der Universität Osnabrück stattfinden. Tagungsleiter Rengeling hat dazu zehn Referenten aus Wissenschaft und Praxis eingeladen. Erwartet werden insgesamt rund 150 Teilnehmer.
Die einleitenden Vorträge am Donnerstag, 12. Juni 1997, halten der Direktor des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN) in Berlin, Prof. Dr. Helmut Reihlen, und Prof. Dr. Jürgen Salzwedel von der Universität Bonn. Dabei wird es um die Auswirkungen der europäischen und der internationalen Normung auf das deutsche Recht und das Spannungsfeld "Normung im Umweltrecht" gehen. In den weiteren Referaten werden Fachwissenschaftler, Vertreter verschiedener Unternehmen und Experten aus Bundes- und Landesministerien unter anderem zu den Themenkomplexen Deregulierung und Ökobilanzen Stellung nehmen und die Umweltnormung verfassungsrechtlich beurteilen.
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