Ausgabe Nr. 97/3 vom 10. Juni 1997 (Uni intern)
(red.) Die Universität Osnabrück hat sich um Fördergelder aus dem bundesweiten Programm "Solarthermie 2000" des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) beworben. Im Rahmen dieses Programms unterstützt das Ministerium die Errichtung und die Erprobung von solarthermischen Anlagen zur Warmwasserbereitung, die eine mindestens 100 Quadratmeter große Kollektorfläche haben. Ausgewählt werden dabei öffentliche Gebäude, insbesondere in den neuen Bundesländern. Mit dem Programm will das BMBF belegen, daß die solare Warmwassererzeugung schon jetzt wirtschaftlich arbeitet und ein Preis von 30 Pfenning pro Kilowattstunde Strom unterschritten werden kann.
Die Universität Osnabrück hat eine Sonnenkollektoranlage für das Sportzentrum beantragt, wo für Duschen und Schwimmhalle laufend warmes Wasser benötigt wird. Um den genauen Warmwasserbedarf abschätzen und mit der Solarstrahlung vergleichen zu können, läuft seit Anfang dieses Jahres eine Meßkampagne. Sie wird von Mitarbeitern des Dezernates Technik - Liegenschaften - Arbeitssicherheit durchgeführt. Stimmt das BMBF einer Förderung zu, erhält die Universität einen Zuschuß von rund 50 Prozent der Kosten.
Peter Viebahn vom Institut für Umweltsystemforschung der Universität: "Durch eine solare Warmwassererzeugung können wir die Heizkosten deutlich verringern. Die Uni übernimmt mit einem Projekt in dieser Größenordnung zugleich auch eine Vorbildfunktion im Bereich des technischen Umweltschutzes."
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