Ausgabe Nr. 97/4 vom 15. Juli 1997 (Studentenwerk aktuell, S. 11)
(red.) Seit 16 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem Studentenwerk Osnabrück und dem "Pendant" in der französischen Stadt Angers, dem Centre Régional des uvres Universitaires et Scolaires. Und diese deutsch-französische Kooperation funktioniert "ausgesprochen gut", sagt der Geschäftsführer des Osnabrücker Studentenwerks, Otto Kerll. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Austauschprogramme zwischen den beiden Einrichtungen, die vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert werden, waren jetzt wieder Studierende aus Angers zu Gast in Osnabrück. Die nunmehr 14. Begegnung vom 16. bis zum 21. Juni 1997 stand dabei wie in den Vorjahren unter einem speziellen Rahmenthema, diesmal sollte es um "Ökologie und studentisches Leben" gehen.
In verschiedenen Vorträgen hatten die Gäste Gelegenheit, Umweltaktivitäten in und um Osnabrück, insbesondere im Studentenwerk und an den Hochschulen, kennenzulernen. So wurden unter anderem das vom Allgemeinen Studentinnen- und Studentenausschuß (AStA) der Universität Osnabrück initiierte Semesterticket, die Energiesparmaßnahmen des Studentenwerks in der neuen Mensa in Haste oder die Einrichtung von Blockheizkraftwerken in studentischen Wohnanlagen vorgestellt. Thema waren aber beispielsweise auch Maßnahmen im Naturschutzgebiet am Dümmer. Verbunden waren die Referate jeweils mit Besichtigungen vor Ort. Diese "Verknüpfung" von Theorie und Praxis sei von den Studentinnen und Studenten aus Angers sehr gut aufgenommen worden, berichtet Anja Mindrup. Die Mitarbeiterin des Studentenwerks Osnabrück hat die französische Besuchergruppe zusammen mit Prof. Dr. Klaus Bartels von der Hochschule Vechta betreut.
Geplant ist nun, den Umweltschutz auch zum Thema des nächsten Gegenbesuches deutscher Studierender in Angers zu machen. Dann könne der Vergleich von Aktivitäten und Maßnahmen in beiden Ländern und insbesondere in den Sozialeinrichtungen für Studierende in Osnabrück und Angers fortgesetzt werden, so Geschäftsführer Otto Kerll. "Voneinander lernen", laute hier die Devise.
Das Programm für den Aufenthalt in Osnabrück ließ den Angeviner Gästen aber immer auch genug Zeit für Spaß und Unterhaltung - und ebenso ausreichend Möglichkeit, die deutschen Kommilitonen und das "studentische Leben" in Deutschland kennenzulernen. Dazu trug nicht zuletzt die Unterbringung im Studentenwohnheim am Jahnplatz bei.
Die Kooperation zwischen den beiden Studentenwerken ist einer der vielen Bausteine, die die seit mehreren Jahrzehnten bestehende Städtepartnerschaft zwischen Osnabrück und Angers ausmachen. So gehörte auch ein Empfang der Gäste im Rathaus zum Besuchsprogramm.
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