Ausgabe Nr. 97/4 vom 15. Juli 1997 (Hochschulpolitik, S. 2)
(red.) Der Diplomstudiengang Sozialwissenschaften (Diplom-Sozialwirt) der Universität Osnabrück wird zum Wintersemester 1997/98 eingestellt. Einen entsprechenden Beschluß hat mit großer Mehrheit der Senat der Hochschule in seiner Sitzung am 11. Juni 1997 gefaßt, nachdem bereits externe Gutachter in einem Gesamt-Evaluationsverfahren der Universität Osnabrück einen solchen Schritt empfohlen hatten. Die Senatsmitglieder sprachen sich zugleich dafür aus, zu einem späteren Zeitpunkt über die Neueinrichtung eines Diplomstudiengangs in den Sozialwissenschaften zu entscheiden.
Voraussetzung dafür sei, daß ein entsprechendes Studiengangskonzept von externen Gutachtern überprüft werde. Bei einem positiven Votum der Gutachter und der Hochschulgremien könnte dieser neue Studiengang zum Wintersemester 1998/99 eingerichtet werden. Der Präsident der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Rainer Künzel, erklärte dazu: "Das im vergangenen Jahr eingeleitete Evaluationsverfahren in Forschung und Lehre hat die Bereiche aufgezeigt, in denen wir neue Konzepte erarbeiten müssen, um mit unserem Studienangebot auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben." Wichtig sei, so der Uni-Präsident weiter, in diesem Zusammenhang auch über ein neues System der Abschlüsse nachzudenken.
Der Fachbereich Sozialwissenschaften hat bereits begonnen, Überlegungen für eine Neukonzeption des Studienangebotes zu formulieren. Für die jetzt im Diplomstudiengang eingeschriebenen Studierenden - zur Zeit sind dies rund 540 Studentinnen und Studenten - ergeben sich durch den Senats-beschluß keine Veränderungen. Helmut Goos von der Zentralen Studienberatung (ZSB): "Die Studierenden werden nach der bestehenden Prüfungsordnung von den Lehrenden ausgebildet. Zum Wintersemester 1997/98 werden jedoch keine neuen Studentinnen und Studenten mehr aufgenommen."
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