Ausgabe Nr. 97/5 vom 15. Oktober 1997 (Hochschulpolitik, S. 4)
(red.) Die Volkswirtschaftslehre an der Universität Osnabrück belegt in der Kategorie Forschungsproduktivität Platz 14 und im Bereich Forschungsoutput Platz 21 unter 72 volkswirtschaftlichen Fachbereichen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zieht man nur die 32 deutschen Fachbereiche heran, schneiden die Osnabrücker Wissenschaftler in derForschungsproduktivität sogar noch besser ab und landen hier auf Platz sieben. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Untersuchung, die von Wissenschaftlern der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Statistik an der Universität Konstanz durchgeführt wurde.
Die Ergebnisse der empirischen Studie sind im September in den "Diskussionsbeiträgen" des Konstanzer Sonderforschungsbereichs "Internationalisierung der Wirtschaft" veröffentlicht worden. Hier ist auch das Vorgehender Wissenschaftler beschrieben: Sie erfaßten für ihre Untersuchung alle einschlägigen Zeitschriftenartikel, die im "Social Science Citation Index" ausgewiesen werden, und gewichteten die Publikationen insbesondere nach der Reputation der Zeitschrift, in der sie erschienen sind.
Der Dekan des Osnabrücker Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, Prof. Dr. Bodo Rieger, nennt das publikationsanalytische Verfahren "seriös". Für Osnabrück besonders erfreulich: Die Studie widerlegt die vielkritisierten Ranking-Ergebnisse in der Zeitschrift "Focus", wo es für die Osnabrücker Volkswirte nur zu Platz 30 reichte. Die Konstanzer Wissenschaftler dagegen zählen die kleine Volkswirtschaftlehre an der Universität Osnabrück mit Platz sieben in der Forschungsproduktivität "zur Spitzengruppe". Prof. Rieger: "Vor dem Hintergrund der Strukturdiskussionen, Evaluationen und Lehrberichte, die nur allzu häufigden Aspekt der Forschungsleistungen völlig unterschlagen, demonstriert diese außerordentlich gute Plazierung die hohe Leistungsfähigkeit unserer Volkswirtschaftslehre."
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