Ausgabe Nr. 97/6 vom 15. Dezember 1997 (Kontakte, S. 9)
Zum ersten Mal hat sich der vor drei Jahren durch einen Kooperationsvertrag der Universität Osnabrück mit dem Druck- und Verlagshaus Rasch in Bramsche gegründete Universitätsverlag mit einem eigenen Stand auf der internationalen Buchmesse in Frankfurt präsentiert. Eingerahmt von der "Ecole Française de Rome" und der "Forschung Frankfurt", dem Stand der Goethe-Universität, in prominenter Nachbarschaft, stellte er in der "Wissenschaftshalle" 4 unter dem Messe-Turm sein ausgedehntes Verlagsprogramm dem sachverständigen Publikum vor. Auch optisch bildete die Osnabrücker Präsentation mit Original-Collagen des Wuppertaler Künstlers und Architekten Thomas Schriefers einen Anziehungspunkt.
Das Wagnis, mit einem eigenen Stand nach Frankfurt zu gehen, hat sich nach Meinung der Verlagsleiterin Susanne Franzkeit "eindeutig gelohnt": Der Verlag sei als neuer Wissenschaftsverlag wahrgenommen und die Qualität seiner Produkte vom Fachpublikum anerkannt worden. Ausgestellt waren zahlreiche Neuerscheinungen, überwiegend aus der Osnabrücker Universität. Nicht zuletzt die attraktive, einheitliche Einbandgestaltung der verschiedenen Schriftenreihen stieß auf positive Resonanz.
Unter den Besuchern waren zahlreiche Wissenschafter, die teilweise mit gezielten Interessen den Stand des Universitätsverlages aufsuchten. Rezensenten, die Freiexemplare erhielten, und Vertreter aus dem Zwischenbuchhandel, insbesondere ausländische Weiterverkäufer, interessierten sich für das Verlagsprogramm und ließen sich in die Adressenkartei aufnehmen. Natürlich knüpften auch Vertreter anderer Verlage Kontakte zu den neuen Kollegen. Einzelne Autoren und Reihenherausgeber kamen bei "ihrem Verlag" vorbei und nutzten die Gelegenheit zu einem Gespräch über geplante neue Publikationen. Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats waren zu Gast, schließlich auch die Geschäftsführer des Rasch-Verlages, die sich über die Präsentation persönlich informieren wollten.
Großes Interesse fand dabei die einmalige Kooperation einer Universität mit einem privaten, kommerziellen Verlag, wie sie in Osnabrück durch die Initiative des Universitäts-Präsidenten und das Engagement des Hauses Rasch begründet wurde. Nicht nur die Frankfurter, sondern eine Vielzahl anderer Universitäten aus dem In- und Ausland haben in eigenen Ständen die Publikationen ihrer Wissenschaftler ausgestellt. Die Osnabrücker Universität wurde in diesem honorigen Kreis durch "ihren" Universitätsverlag anerkennenswert respektabel repräsentiert.
Prof. Dr. Heinz-Wilhelm Trapp, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates
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