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Zeitung Universität Osnabrück

Ausgabe Nr. 97/6 vom 15. Dezember 1997 (Namen und Nachrichten, S. 16)

Neu an der Universität: Prof. Dr. Helmut Wieczorek

(red.) Für ihn sei Osnabrück ein Glücksfall, sagt Prof. Dr. Helmut Wieczorek, denn in Fragen der Membranprozesse besitze die Universität Osnabrück eine führende Stellung in Deutschland. Prof. Wieczorek und seine Arbeitsgruppe Zoophysiologie beschäftigen sich mit Transportprozessen über Zellmembranen von Tieren - bislang an der Universität München und seit dem Wintersemester 1997/98 am Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Osnabrück.

Zwei seiner wissenschaftlichen Mitarbeiter haben ihn nach Osnabrück begleitet, und zwei weitere Stellen sind hier bereits vorhanden. Eine gute Basis, meint Prof. Wieczorek. Ebenso wichtig seien jedoch die hervorragenden Kontakte zu den Kollegen, die in zwei Fällen bereits zu konkreten Erfolgen geführt haben. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Karlheinz Altendorf sei es gelungen, ein für die Energetisierung durch eine Protonenpumpe verantwortliches Enzym zu kristallisieren.

Prof. Wieczorek arbeitet hauptsächlich mit Raupen des pflanzenfressenden Tabakschwärmers. Eine hohe Konzentration von Kaliumionen ist für dieses Tier problematisch, da diese als Zellgift wirken. Der molekulare Prozeß des Ausschleusens dieser Kaliumionen ist das Modell, an dem die Energetisierung durch Protonenpumpen nachgewiesen werden konnte, die - wie festgestellt wurde - bei Tieren weit verbreitet ist.

Helmut Wieczorek wurde am 27. Mai 1948 in Grünstadt in der Pfalz geboren. Er studierte an der Uni Heidelberg Biologie, Chemie und Physik. 1974 folgte die Dissertation am Zoologischen Institut der Universität Regensburg und 1982 die Habilitation für das Fach Zoologie. Im Anschluß an ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und einen USA-Forschungsaufenthalt nahm er einen Ruf auf die Professur für Zoologie an der Uni München an. Auf dem Weg nach Osnabrück lehnte er einen Ruf aus Bochum ab.

In Osnabrück sei er mit offenen Armen empfangen worden, so Prof. Wieczorek. Nicht zuletzt auch von seinen Partnern in der Verwaltung. "Äußerst erfreulich und hilfreich" sei die Zusammenarbeit mit dem Dezernat Technik - Liegenschaften - Arbeitssicherheit und dem Haushaltsdezernat.


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