Ausgabe Nr. 97/6 vom 15. Dezember 1998 (Tagungen/Termine, S. 11)
(red.) Die Entwicklung von Curricula für Pflegeberufe stand im Mittelpunkt des 2. Europäischen wissenschaftlichen Kolloquiums "Bildung und Pflege", zu dem die Arbeitsgruppe Gesundheitswissenschaften und der Studiengang "Weiterbildung für Lehrpersonen an Schulen des Gesundheitswesens" (LGW) der Universität Osnabrück sowie der Fachbereich Gesundheitspflege der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland am 17. und 18. November 1997 geladen hatten. Unter dem Titel "Qualifikation für die Pflege: Auf der Suche nach einer Fachdidaktik" erörterten die Teilnehmer der Veranstaltung dabei die Frage, wie in der Ausbildung die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für das Berufsfeld der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege vermittelt werden können.
Dr. Jutta Dornheim, die die Professur "Pflegewissenschaft" in der Arbeitsgruppe Gesundheitswissenschaften verwaltet und das Kolloquium mitorganisiert hat: "Die Entwicklung einer Fachdidaktik darf sich nicht nur auf die Pflegepraxis stützen, sondern muß insbesondere auch den Entwicklungsstand der Pflegewissenschaft berücksichtigen." So wurden während der Veranstaltung unterschiedliche Positionen der Pflegebildung vorgestellt und auf ihre Tragfähigkeit für neue Lehrplankonzepte hin analysiert. Dabei verwiesen die Veranstalterinnen - neben Dr. Dornheim auch Prof. Dr. Adelheid Busch von der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland - auf die Notwendigkeit, das Lehrpersonal besser auszubilden. Nur so könne der veränderten Situation in den Pflegeberufen begegnet werden.
An der Veranstaltung nahmen rund 250 Vertreter der Pflegewissenschaft und der Pflegepraxis aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Bereits 1995 wurde mit dem ersten Europäischen Kolloquium Bildung und Pflege die gemeinsame Anstrengung der Universität und der Katholischen Fachhochschule aufgenommen, berufs- und bildungspolitische Perspektiven der Pflegeausbildung zu erörtern.
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