Ausgabe Nr. 97/6 vom 15. Dezember 1997 (Forschung, Lehre, Studium, S. 4)
(red.) Studierende der Fachbereiche Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften, Psychologie, Sozialwissenschaften sowie Sprach- und Literaturwissenschaft haben an der Universität Osnabrück eine Interdisziplinäre Marketing-Arbeitsgemeinschaft (IMAG) gegründet. In einem ersten Projekt hat die Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen sechs Monaten das Sponsoring-Engagement der Berentzen AG in Haselünne untersucht. Der Spirituosenhersteller zeigte sich angetan von der guten Zusammenarbeit mit den Studentinnen und Studenten der Osnabrücker Universität. "Das Unternehmen hat vor allem das wissenschaftliche Niveau der Untersuchung gelobt", freuten sich die Ideengeber von IMAG, Alexander Lagemann, Andreas Rodefeld, Anna Hoffmann und Astrid Lümkemann.
Die Arbeitsgemeinschaft wurde im Wintersemester 1996/97 ins Leben gerufen. Ziel von IMAG ist es, nicht nur theoretisches Marketing-Wissen zu vermitteln, sondern auch praktische Projekte zu initiieren. IMAG setzt dabei auf die Kooperation mit Unternehmen in der Region Osnabrück-Emsland sowie in Südwest-Niedersachsen. Andreas Rodefeld: "Über den Tellerrand schauen, im Team etwas Eigenständiges schaffen und Gelerntes in der Praxis anwenden zu können, waren der Antrieb für die Gründung von IMAG."
Bei ihren Forschungen zum Sponsoring-Engagement von Berentzen führten die Studierenden 800 Einzelumfragen in der Region durch. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, wie das Sponsoring in der Bevölkerung wahr- genommen wird. Aus den Daten ermittelten die IMAG-Mitarbeiter schließlich, ob Sponsor und Sponsorship zusammenpassen. Ihr Ergebnis: Angesichts leerer öffentlicher Kassen wird ein derartiges finanzielles Engagement von den Bürgern mehrheitlich begrüßt. "Ohne Sponsoring läuft gar nichts", sei das weitverbreitete Urteil.
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