Ausgabe Nr. 97/6 vom 15. Dezember 1987 (Forschung, Lehre, Studium, S. 8)
(red.) Zum Wintersemester 1997/98 haben an der Universität Osnabrück 2.233 junge Menschen ihr Studium aufgenommen. Bei bundesweit leicht rückläufigen Anfängerzahlen sind das in Osnabrück 36 Studierende mehr als im Vorjahr und 200 mehr als im Wintersemester 1995/96. Wolfgang Meschke, Leiter des Dezernats Studentische Angelegenheiten, erklärte dazu: "Das ist ein schöner Erfolg, den wir nicht erwartet, ja nicht einmal erhofft haben." Die Mitarbeiterinnen des Studentensekretariats hätten ganze Arbeit geleistet und mit zusätzlicher Betreuung und individuellem Service offensiv um die Studieninteressenten geworben.
Generell gelte, so Wolfgang Meschke: "Man hat alles in der Hand, nur nicht das Bewerberverhalten". Je länger sich das Verfahren in den zulassungsbeschränkten Studiengängen hinziehe, umso unberechenbarer werde das Verhalten der Anfänger. "Wenn das Semester heranrückt, reagieren die Studienbewerber geradezu panisch." In Osnabrück habe man "mit Erfahrung, Augenmaß und Sensibilität" das Verhalten der Bewerber, die sich oft an mehreren Studienorten gleichzeitig um einen Studienplatz bemühen, vorab eingeschätzt und zum Teil die vorhandenen Kapazitäten "mutig überbucht". Gleichzeitig hielt das Team des Studentensekretariats telefonischen Kontakt mit den Studienbewerbern und informierte möglichst frühzeitig über die Vergabe der Studienplätze. "Das Ergebnis zeigt, daß wir goldrichtig lagen", freut sich der stellvertretende Dezernentin, Marion Roitzheim-Eisfeld.
Trotz der bislang höchsten Zahl von Studienanfängern ist die Gesamtzahl der Studierenden an der Universität Osnabrück leicht rückläufig. In diesem Wintersemester sind insgesamt 12.490 Studierende eingeschrieben, davon 614 ausländische Studentinnen und Studenten und 685 Doktoranden. Im vergangenen Wintersemester lag die Zahl der Studierenden bei 12.619, darunter waren 504 Studentinnen und Studenten aus dem Ausland und 645 Doktoranden.
Leicht erhöht haben sich die Anfängerzahlen in den Fachbereichen Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und in der Biologie, ebenso in den Lehramtsstudiengängen. Die Nachfrage von Studiengängen mit dem Abschluß Magister hat mit 332 Studienanfängern (im Vorjahr 273) sogar deutlich zugenommen.
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